Tipps für Angehörige von Demenzpatienten

  1. Befreien Sie sich von Schuldgefühlen. Dass Sie einen Menschen pflegen, ist eine großartige Leistung, aber bitte nicht bis zur Selbstaufgabe.
  2. Verschaffen Sie sich möglichst viele Hintergrundinformationen über die Krankheit, deren Verlauf, und über Stadien und Symptome.
  3. Nehmen Sie verbale Angriffe nicht persönlich, sie sind Krankheitssymptome. Sie fungieren dabei als Stellvertreter für Personen (ehemaliger Chef, Kollegen, Vater, Mutter etc.) mit denen noch unausgesprochene Konflikte bestehen und die jetzt hoch kommen.
  4. Machen Sie es sich so leicht wie möglich. Natürlich ist Toilettentraining sehr wichtig, ein erholsamer Schlaf ist aber in wichtiger. Bei anhaltenden nächtlichen Toilettengängen helfen manchmal Windelpants oder Einlagen.
  5. Nehmen Sie sich Zeit für sich. Sorgen Sie für ein soziales Netz, das Ihnen Freiraum gibt. Ein Tag für Sie selbst in der Woche ist sehr empfehlenswert.
  6. Achten Sie auf Ihre Gesundheit, sorgen Sie für eine gute Ernährung und ausreichend Bewegung. Verwirrte alte Menschen können sehr alt werden. Um nicht auszubrennen, ist es entscheidend sich selbst wichtig zu nehmen.
  7. Nehmen Sie Hilfe an. Lassen Sie sich unterstützen.  Sorgen Sie für die beste technische Ausstattung, z.B. Pflegebett, Hebelifter, Wannenlifter, Herdsicherung etc.
  8. Besuchen Sie Angehörigentreffs um sich auszutauschen und fortzubilden.
  9. Nehmen Sie sich regelmäßig eine Auszeit und geben Sie Ihren Angehörigen in andere Hände, indem Sie Kurzzeitpflege beanspruchen oder eine 24-h-Pflege organisieren. Tanken Sie richtig auf - davon profitieren beide Seiten.